Hand-Fuß-Syndrom

Hand-Fuß-Syndrom (HFS)

Nach der Verabreichung bestimmter Zytostatika treten zusammen mit dem Schweiß Teile der Substanz an der Hautoberfläche wieder aus. Da an Handinnenflächen und Fußsohlen die Hornhaut besonders dick ist, dringen die Bestandteile hier sofort in die Hornschicht ein und sammeln sich wie in einem Schwamm und es zu einer Schädigung der Gewebezellen. Die ersten Symptome zeigen sich häufig schon kurz nach der ersten Behandlung, bei einigen Patienten erst im Verlauf der Chemotherapie. Kribbeln und gerötete Handkanten sind erste Zeichen für ein Hand-Fuß-Syndrom.

Die häufigsten Symptome sind: Kribbeln, Schwellungen, starke, schmerzhafte Rötungen, Taubheitsgefühl, Hautschuppung oder offene Wunden.

Grundsätzlich sind die Hände öfter befallen als die Fußsohlen und können bei manchen Patienten die einzige befallene Stelle sein. Besonders durch Blasenbildung, feuchte Abschuppung, starke Schmerzen oder Geschwürbildung können Patienten, die darunter leiden, stark in ihrem alltäglichen Leben eingeschränkt werden.

Es ist sehr wichtig schon bei ersten Anzeichen einzugreifen, da das Hand-Fuß-Syndrom sich ansonsten sehr schnell entwickeln kann. Eine Reduzierung der Dosis oder ein vorübergehendes Aussetzen der Chemotherapie kann zu rascher Linderung führen.

All dies kann, zusätzlich zur Diagnose Krebs, die Lebensqualität derer, die darunter leiden sehr einschränken. Es sind Schmerzen, die sie daran hindern am alltäglichen Leben teilzunehmen, sie auch schämen sich für die äußere Beschaffenheit der Haut, die diese Läsionen oft mit sich bringen. Neben den Schmerzen können auch Funktionseinschränkungen die die Betroffenen belasten. Das Öffnen einer Flasche kann zum Beispiel schon zu einer großen Herausforderung werden und jeder Schritt schmerzt, weil an den Fußsohlen offene Stellen sind. Die Bandbreite der Beschwerden reicht  von leichten Empfindungsstörungen bis hin zu Lähmungserscheinungen.

 

Im schlimmsten Fall muss die Chemotherapie aufgrund des Hand-Fuß-Syndroms abgebrochen oder verschoben werden.  

Die Anwendung von gekühlten Socken oder Handschuhen zur Prävention der palmar-plantaren Erythrodysästhesie während der Chemotherapie wurde in verschiedenen Studien untersucht. Durch ihre vasokostriktive Wirkung und dem damit verbundenen geringeren Blutfluss sollen sie die Toxizität der Zytostatika vermindern und so unter anderem ein Hand-Fuß-Syndrom vermeiden.

Die Anwendung von Kühl-Handschuhen und Kühl-Füßlingen während der Chemotherapie wurde in verschiedenen Studien untersucht. Durch den mit ihrer gefäßverengenden Wirkung verbundenen geringeren Blutfluss sollen sie die Giftigkeit der Medikamente vermindern und so unter anderem ein Hand-Fuß-Syndrom vermeiden.

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